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Im Interview mit Sara Albrecht, M.A. Internationale Fachkommunikation

Phoenix Chi­ro­prak­tik ist die Prax­is des studierten Chi­ro­prak­tors und Heil­prak­tik­ers, Daniel Sen­tk­er, der seit cir­ca einem Jahr mit seinem Team von mit­tler­weile 4 Angestell­ten seine Patien­ten in Hohen­hameln betreut. Da es in Deutsch­land nur rund 150 Chi­ro­prak­toren gibt, ist es schön zu sehen, dass sich eine solche Prax­is in unser­er Region niederge­lassen hat.

Herr Sentker, Sie sind Chiropraktor. Worauf sind Sie spezialisiert und was machen Sie eigentlich genau?

Die Prax­is ist darauf spezial­isiert die Funk­tio­nen des Kör­pers zu opti­mieren und damit neu­rol­o­gis­che Verän­derun­gen zu schaf­fen. Eine schlechte Hal­tung, Unfälle, ein unge­sun­der Lebensstil oder auch eine starke emo­tionale Belas­tung kön­nen dazu führen, dass der Kör­p­er stark gestresst ist. Dies führt häu­fig zu chi­ro­prak­tis­chen Block­aden, welche langfristig zu ein­er ver­min­derten Leben­squal­ität führen kön­nen, die sich dann durch schlechte Leis­tungs­fähigkeit, Schmerzen, Verspan­nun­gen bis hin zu Burnout-Symp­tomen äußern können.

Es ist nicht, wie weit ver­bre­it­et angenom­men, dass ein Nerv durch einen Wirbel eingek­lemmt wird oder dass etwas wortwörtlich block­iert bzw. ver­schoben ist. Stress und eine schlechte Hal­tung sor­gen dafür, dass das Gehirn den Kör­p­er sen­sorisch nicht mehr opti­mal wahrnehmen kann. Der Chi­ro­prak­tor analysiert dieses Prob­lem mit dem Haupt­fokus auf der Wirbel­säule und greift kor­rigierend ein. So wird dem Kör­p­er die Möglichkeit gegeben sich selb­st sen­sorisch bess­er wahrzunehmen und zu heilen. Darauf fol­gt die ther­a­peutis­che Hal­tungsko­r­rek­tur durch unseren Spezial­is­ten, Björn Haf­fke, und unsere indi­vidu­ellen Lebensstil-Tipps.

Wie schnell können Patienten auf Resultate hoffen?

Pos­i­tive Resul­tate sind schon nach ein­er einzi­gen chi­ro­prak­tis­chen Behand­lung möglich. Jedoch gilt es zu ver­ste­hen, dass der Kör­p­er, bevor er Symp­tome zeigt, schon lange kom­pen­siert. Es dauert teil­weise Jahre, bis der Kör­p­er Symp­tome zu schlecht­en Gewohn­heit­en entwick­elt. Zu denken, dass eine einzige Justierung dieses chro­nis­che Prob­lem sofort kor­rigieren kön­nte, ist wie in ein Fit­nessstu­dio zu gehen und nach einem einzi­gen Train­ing zu erwarten, dass man direkt 10 Kilo abgenom­men hat. Bei uns liegt der Fokus auf der Ursache der Symp­tome und auf ein­er nach­halti­gen Verän­derung des Lebensstils. Heilung braucht Zeit und Eigenini­tia­tive. Wir geben unseren Patien­ten dabei alle Werkzeuge an die Hand.

Ja, das klingt logisch. Nun ist das Ganze aber ja nicht kostenlos. Was kostet denn Ihre Behandlung?

Pri­vate Krankenkassen und u.a. auch die AOK Nieder­sachen oder die Tech­niker Krankenkasse übernehmen mit­tler­weile anteilig Behand­lun­gen, was wirk­lich großar­tig ist. Unab­hängig davon ist mir jedoch auch wichtig, dass hier ein Umdenken stat­tfind­et. Viele Men­schen geben mehr für ihr Auto oder ihr Hausti­er aus, als für ihre eigene Gesund­heit. Immer­hin wächst der Trend, in die eigene Gesund­heit zu investieren, was mich per­sön­lich natür­lich sehr freut. Unterm Strich stellt sich die Frage, wie viel es Wert ist, wieder mit seinen Kindern spie­len oder ein Hob­by ausüben zu kön­nen oder erst gar keine Prob­leme zu bekom­men? Eigentlich unbezahlbar! Die Frage, die ich mir immer stelle, ist, was meine Patien­ten wollen. Es gibt die Möglichkeit inner­halb von 3–6 Monat­en eine kom­plette Kehrtwende einzule­gen und das per­sön­liche Ziel zu erre­ichen oder aber bei akutem Auftreten der Prob­leme Lin­derung zu ver­schaf­fen, was natür­lich nicht ganz so nach­haltig ist.

Sie sind nun fast ein Jahr vor Ort. Ist die Praxis erfolgreich angelaufen?

Wir suchen mit­tler­weile nach einem zweit­en Chi­ro­prak­tor … beant­wortet das die Frage? Wir erweit­ern unser Ange­bot nun auch um Health Con­sult­ing in großen Unternehmen und Per­son­al Train­ing und Coach­ing einzel­ner Unternehmer und Mach­er . Diese Gruppe hat meist schon real­isiert, dass die Selb­st­ständigkeit ohne gute Gesund­heit nicht wirk­lich möglich ist und diese Arbeit macht mir per­sön­lich beson­ders viel Spaß.

Außer­dem sind wir ger­ade dabei ein neues Unternehmen aufzubauen: „Licht­block“ bietet Rotlicht­ther­a­piegeräte und Blue­block­er-Brillen, um den natür­lichen Bio­rhyth­mus wieder herzustellen. Mehr Infos dazu gibt es ab Anfang 2021 auf lichtblock.shop.

Wieso sind Sie so leidenschaftlich bei der Sache?

Während des Studi­ums in Eng­land bin ich selb­st krank gewor­den und habe hier in Deutsch­land einen Ärztemarathon hin­gelegt – ohne Erfolg. Mit nur 22 Jahren nahm ich Blut­druck­senker und Anti­de­pres­si­va. Naja, ich musste mich qua­si selb­st ret­ten und habe dadurch in Ameri­ka und Europa einige Ärzte als enge Fre­unde gewon­nen. Darunter auch der biol­o­gis­che Zah­narzt Dominik Nis­chwitz, der das Buch „in aller Munde“ geschrieben hat und mit dem ich einige Sem­i­nare über Hal­tungsko­r­rek­tur und Lebensstilop­ti­mierung für Zah­närzte gegeben habe.

Was macht Ihre Praxis besonders?

Ja, das ist die große Frage. Ich glaube dass unsere Patien­ten sich bei uns sehr wohl fühlen, da es nicht so eine ster­ile Umge­bung ist. Wir duzen unsere Patien­ten, was für einige anfangs etwas unge­wohnt war, aber das Ver­trauen und die Offen­heit der Gespräche im End­ef­fekt fördert. Es geht schließlich nicht um For­mal­itäten, son­dern um die Leben­squal­ität unser­er Patienten.

Möchten Sie uns noch etwas mit auf den Weg geben?

Bei uns geht es nicht um alter­na­tiv vs. Schul­medi­zin. Jede Diszi­plin hat ihren Platz im Sys­tem. Es ist trotz­dem ein Unter­schied, ob ein Arzt bzw. ein Heil­prak­tik­er nach der Ursache eines Prob­lems sucht oder den Fokus auf die Lin­derung von Symp­tomen legt. Als Patient ist man selb­st der Kapitän, der entschei­det, wo es mit der eige­nen Gesund­heit hinge­ht. Um jedoch für sich selb­st die richti­gen Entschei­dun­gen tre­f­fen zu kön­nen, kann es, je nach Befund, empfehlenswert sein, mehrere Experten mit ins Boot zu holen. Diese Experten kön­nen kom­pe­tente Ärzte, Phys­io­ther­a­peuten, Heil­prak­tik­er oder eben Chi­ro­prak­toren sein.

Mein Tipp, man sollte ver­suchen wieder mehr in die Natur zu kom­men, spazieren zu gehen, abends das Smart­phone auszuschal­ten und saison­al zu essen.

Wie können Interessierte Kontakt aufnehmen?

Auf unser­er Web­site kann man unter „3‑Monats-Pro­gramm“ ein For­mu­lar aus­füllen, woraufhin wir uns bei den Inter­essen­ten melden oder man ruft ein­fach direkt in der Prax­is an, um einen Ter­min zu vereinbaren.

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